Vielen Dank an Wladimir Simonov von Landshut Versicherungen für die Empfehlung zu diesem spannenden Mandat.

Fall:

Versicherter schließt im Jahre 2008 einen Dread-Disease Vertrag ab. Dieser soll ihn gegen schwere Krankheiten, wie z.B. Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt und Co. absichern.

Auch bei Dread-Disease Verträgen werden natürlich Gesundheitsfragen gestellt. Diese wurden vom Versicherten auch nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet.

2014 erlitt der Versicherte einen Herzinfarkt in leistungsauslösendem Umfang. Die Versicherungssumme stand ihm also zu. So stellte er beim Dread-Disease-Versicherer einen Leistungsantrag.

Wenn der Leistungsfall sehr kurz nach Vertragsabschluss bzw. noch innerhalb der Fristen gestellt wird, prüfen die Versicherer durch die Bank weg, ob ihnen ein Schlupfloch bleibt, um die Leistungspflicht zu versagen. So war das auch in diesem Fall. Der Versicherer wurde auch leider fündig und erklärte den Rücktritt vom Versicherungsvertrag.

Der Mandant schaltete eine Anwaltskanzlei ein. Diese hatte zunächst Schwierigkeiten Deckungsschutz aus der Rechtsschutzversicherung zu erhalten. Hier war es dem unermüdlichen Einsatz des Versicherungsmaklers Simonov zu verdanken, dass die Deckungszusage dann doch noch erteilt wurde. Die Anwaltskanzlei hatte aber auch Schwierigkeiten, sich gegenüber dem Dread-Disease Versicherer zu behaupten. Fakt war, dass über mehrere Monate rein gar nichts bewirkt werden konnte, so dass Herr Simonov dem Versicherten empfahl, sich an mich zu wenden, was er dann auch tat.

In kurzer Zeit konnte ich mit meiner Argumentation ein Vergleichsangebot des Versicherers erwirken.  Von 0,00 € Auszahlung – auf ca. 135.000,00 €.

Nach sorgfältigem Abwägen der Frage „Klagen oder nicht?“, hat der Versicherte den Vergleich dann schweren Herzens angenommen. Es ist halt schon auch so, dass Recht haben und Recht bekommen manchmal doch zwei Paar Schuhe sind. Eine Klage kostet Zeit, Nerven und Geld. Das Risiko zu verlieren oder auch das Gerichtsverfahren mit einem Vergleich abzuschließen, ist nun einmal gegeben.

Auch wenn der Versicherte in diesem Fall durchaus gute Chancen (bessere als der Versicherer) gehabt hätte, den Prozess zu gewinnen, ist eine 100%ige Sicherheit nicht vorauszusagen. Deshalb hat er sich für das „schnelle Ende“ entschieden und nicht geklagt. Ich hätte dem Versicherer in diesem Fall die Klage allerdings von Herzen gegönnt.

In diesem Fall musste es demnach heißen: Recht haben und fast Recht bekommen.

Herzlichen Dank auch an die DEURAG Rechtsschutzversicherung, die mir als Versicherungsberaterin in Anerkennung meiner Expertise unbürokratisch die anwaltlich erteilte Deckungszusage übertragen hat.

Fazit: Nur vollständig richtig beantworte Gesundheitsfragen schützen Sie vor unliebsamen Auseinandersetzungen hinsichtlich der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

Herzlichen Dank auch an den Versicherungsboten für die Aufbereitung dieses wichtigen Themas.

 

Foto: Pixabay von geralt

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