Versicherungsberater  – dieser Begriff ist geschützt und nur den Personen vorbehalten, die eine Zulassung nach § 34 e GewO (neu ab 23.02.2018: § 34 d Abs. 2 GewO) haben. Oft wird der Begriff in der Praxis aber auch für und von Versicherungsvermittlern benutzt. Im Vermittlerregister können Sie genau prüfen, ob Ihr Gegenüber wirklich die Zulassung als Versicherungsberater hat oder nicht.

Ein Versicherungsberater ist kein! Versicherungsvermittler, auch wenn er im Vermittlerregister eingetragen ist. Es ist Versicherungsberatern gesetzlich verboten, Provision oder Courtage anzunehmen und Versicherungsverträge zu verkaufen oder sonstige Kooperationen mit Versicherungsunternehmen einzugehen. Dem Versicherungsberater ist es allerdings durchaus gestattet, seinen Mandanten bei der Auswahl geeigneter Versicherungen und Tarife zu helfen und ihn bei der Antragsstellung zu unterstützen. Ebenso darf er seinem Mandanten Zugang zu Tarifen verschaffen, die keine Provision/Courtage beinhalten (Nettotarife, Honroartarife).

Da der Versicherungsberater ausschließlich per Honorarzahlung durch seine Mandanten vergütet wird, hat er kein Interesse daran, bestimmte Versicherungsverträge zu verkaufen.

Im Gegensatz zum Versicherungsvermittler darf ein Versicherungsberater rechtsberatend tätig sein und die Interessen seiner Mandanten gegenüber dem Versicherer außergerichtlich vertreten. Der Beruf des Versicherungsberaters ist daher dem Anwaltsberuf sehr viel näher als dem Beruf des Versicherungsvermittlers.

Die meisten Versicherungsberater haben sich auf bestimmte Bereiche spezialisiert.

Meine Spezialisierung ist z.B. die Rechtsberatung und Vertretung zu Leistungsfällen in der Privaten Unfallversicherung, der Berufsunfähigkeitsversicherung und der Privaten Krankenversicherung. (vorvertragliche Anzeigepflicht)

Andere Kollegen arbeiten dafür z.B. eher im Bereich der Altersvorsorge, für gewerbliche Mandanten oder Kommunen.