Ein sehr berührender und gut recherchierter Film zum Thema Umgang der Versicherer mit Versicherungsopfern:

SWR Filmtipp – versichert und verschaukelt

Leider sehr Nahe an der Realität. Natürlich muss man immer beide Seiten hören – aber Fälle, wie die im Film geschilderten, gibt es leider sehr oft. Zu den einzelnen Schicksalen kann ich ohne Kenntnis der Akten natürlich auch nicht über Recht/Unrecht urteilen. Tendenziell erscheinen mir die Fälle aber alle eher so, als ob hier wirklich die Versicherten die Verschaukelten wären.

Eine Frage in der Sendung lautete: Aufgeben oder kämpfen?

Kämpfen – aber richtig, meine ich.

Muss es wirklich immer der zeit-, geld- und nervenaufreibende Rechtsstreit sein? Wurde außergerichtlich wirklich schon alles versucht? Welche Wege sind gegangen worden? Welche Wege könnten noch gegangen werden? Vielfach wird m.E. sehr schnell geklagt. Eine Klage hat aber auch den Nachteil, dass Fronten sich weiter verhärten, es bis zur Entscheidung sehr lange dauern kann und ein Gerichtsverfahren natürlich immer kostenintensiv ist. Dazu die Nerven und die lange Ungewissheit. Wer die Deckungszusage von seiner Rechtsschutzversicherung hat, der kann bei dem Kostenfaktor natürlich etwas gelassener bleiben. Hier darf es vielleicht auch etwas weniger Energie im außergerichtlichen Bereich sein. Wer aber einen Prozess selber finanzieren muss und ggf. die Mittel nicht hat oder auch nur schwer aufbringen kann, der sollte möglichst alle außergerichtlichen Möglichkeiten ausschöpfen und nicht vorschnell aufgeben.

In meiner Kanzlei werden fast alle Fälle außergerichtlich zu Gunsten des Versicherten beendet. Nur sehr selten, muss im Anschluss an meine außergerichtliche Beratung und Vertretung der Klageweg bestritten werden.

Woran liegt das?

Meine Mandate beginnen grundsätzlich mit einer Vorprüfung Ihres Falles. Natürlich bin ich ausschließlich meinen Mandanten verpflichtet. Es nützt Ihnen aber nichts, wenn ich falsche Hoffnungen in Ihnen hinsichtlich der Erfolgsaussichten wecke und Sie in ein aussichtsloses Gerichtsverfahren „treibe“. Deshalb spiele ich hier mit absolut offenen Karten und informiere Sie sowohl über Ihre Chancen als auch über Ihre Risiken. Da ich selber viele Jahre bei einem großen Versicherungskonzern in der Leistungsabteilung tätig war, kann ich die Chancen und Risiken gut abschätzen. Leistungssachbearbeiter merken durchaus sehr schnell, ob ihr Gegenüber eigentlich nicht viel Ahnung von der Materie hat oder ob die Gegenseite weiß, wovon sie spricht und entsprechende Argumente vorbringen kann. Dementsprechend sind auch die Reaktionen und die Bereitschaft einzulenken eher größer.

 

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1 Comment

JaCobi · 9. Juni 2012 at 15:39

Der Film ist gut, auch weil er dem Betrachter Zeit läßt, alles zu verstehen. Doch verschweigt er die gnadenlose Systematik der Machtkooperative Versicherungsgesellschaft-Anwalt-Gutachter-Richter. Schuldlos schwer Geschädigte des Straßenverkehrs sind überhaupt nicht abgesichert!! Solange hier der Versicherungswirtschaft nicht die Zuständigkeit entzogen ist, wäre es das beste, mit einem fitten Versicherungsberater (gerne eine Frau, weil Frau grundsätzlich besser kommuniziert), außergerichtlich unter Hinweis auf bislang ungenutzte juristische Möglichkeiten so viel wie möglich herauszuholen, und sich dann mit einem Vergleich zufrieden zu geben. Ich habe mit dem wichtigsten juristischen Know How innerhalb weniger Wochen außergerichtlich 10 mal so viel Schadensersatz realisieren können wie meine 5 Rechtsanwälte davor in 12 Jahren. Schöne Grüße und alles Gute!

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