Damit Sie Leistungen aus Ihrer privaten Unfallversicherung erhalten können, ist die Voraussetzung, dass überhaupt ein Unfall vorgelegen hat.

Die Definition des Unfallbegriffes lautet üblicherweise:

„Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.“ (den zweiten Teil der Unfalldefinition finden Sie im Artikel zur erhöhten Kraftanstrengung)

In diesem Beitrag widme ich mich der äußeren Einwirkung.

Die Art der äußeren Einwirkung kann beliebig sein. Wichtig ist nur, dass eine äußere Einwirkung auf den Körper des Versicherten statt gefunden hat. Dies dient dazu, den Versicherungsschutz von Krankheitsursachen, die innerer Natur sind, auszugrenzen. Aber auch eigene und willensgesteuerte Bewegungen sollen hiermit ausgeschlossen bleiben.

Wenn Ihnen also beim Gehen auf ebener Straße der Meniskus plötzlich reißt, dann fehlt es hier an der äußeren Einwirkung. Ebenso, wenn Sie eine einfache Gymnastikübung ausführen und dabei die Achillessehne reißt. Auch das einfache Umknicken des Fußes, bei normalem Gang auf ebener Fläche zählt nicht zu den äußeren Einwirkungen.

Einige Versicherer haben ihre Bedingungen zu Gunsten der Versicherten gerade in Bezug auf Eigenbewegungen mittlerweile sehr verbessert. Gerade wenn Sie einen alten Vertrag haben, lohnt es sich, zu prüfen, ob ein Wechsel oder zumindest eine Umstellung auf die aktuellen Bedingungen zu empfehlen ist. Sprechen Sie hierzu bitte Ihren Vertragsvermittler an.

 

Es kommt sehr auf Details an. Vergessen Sie bei der Schilderung ein kleines Detail, kann dies schon über Regulierung oder Ablehnung Ihres Anspruches entscheiden. Deshalb ist zu empfehlen, dass schon bei der Unfallschilderung Rechtsrat eingeholt wird.

 

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