Versicherungsmakler Ralf Kramer hatte einen sehr interessanten Berufsunfähigkeitsleistungsfall in seinem Bestand, über den Versicherungsmakler Wladimir Simonov in dem Artikel „Berufsunfähig ohne Krankschreibung?“ berichtet. Dabei greift er einen wichtigen Punkt auf.

Die Überobligation. 

Der Fall in Kürze: Eine krebskranke, angestellte Ärztin ließ sich nicht krankschreiben, sondern reduzierte lediglich ihre Arbeitszeit um 25%. Es wurden Stundenpläne erstellt, die darlegen konnten, dass die prägenden Tätigkeiten nicht mehr ausgeübt werden konnten.
Exkurs Wichtigkeit des Tätigkeitsprofils.
Überobligatorisches Verhalten wurde festgestellt. Die Versicherer erkannten ihre Leistungspflicht an.

 

In dem von Herrn Simonov geschilderten Beispielfall kommen mehrere Komponenten zusammen, die sich sicherlich auch erleichternd auf die Entscheidung der beiden Versicherer auswirkten und die leider nicht bei jedem Versicherten so zusammen kommen:

Schaubild Überobligation

Darüber hinaus muss man aber auch die Begrifflichkeiten unterscheiden.
Jemand der lange Zeit arbeitsunfähig ist, ist nicht automatisch berufsunfähig.
Umgekehrt heißt es dann natürlich auch nicht, dass jemand, der nicht arbeitsunfähig ist, nicht dennoch berufsunfähig sein könnte.

Wenn es sich praktisch realisieren lässt, schafft man sich als Selbständiger oder Freiberufler jedoch durchaus eine bessere Startvoraussetzung, wenn dem Antrag auf Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente eine längere Arbeitsunfähigkeit vorausgeht.

 

 

Categories: Berufsunfähigkeit