Ist Ihnen Ihr Versicherungsbeitrag zu hoch geworden? Haben Sie Probleme diesen zu bezahlen? Oder sehen Sie es schlicht nicht ein, soviel Geld zu bezahlen? Dann kommt für Sie ggf. ein Tarifwechsel gem. § 204 VVG infrage.

Meistens gibt es nämlich Alternativen innerhalb Ihres Unternehmens.

In erster Linie kommt es auf Ihren aktuellen Tarif und Ihren Gesundheitszustand an, wieviel Spielraum Sie haben. Manche Gesellschaften haben nur einen oder wenige Tarife – da können Sie höchstens durch die Erhöhung des Selbstbehaltes Ihren Beitrag reduzieren. Bei anderen Gesellschaften gibt es eine größere Tarifauswahl.

Versicherungsvermittler, die unseriös arbeiten, empfehlen leider oft den Gesellschaftswechsel. Das kann weitreichende Folgen haben und sollte – besonders für langjährig Versicherte – keine Lösung sein.

Fallbeispiel aus meiner Kanzlei:

Ein Mandant war seit vielen Jahren bei seiner aktuellen Krankenversicherung privat versichert. Eines Tages kam ein „befreundeter“ Versicherungsvermittler auf ihn zu und pries ihm das Produkt seiner Gesellschaft an. Er errechnete ihm einen um 80,00 Euro reduzierten Monatsbeitrag und das, obwohl sein Eintrittsalter bei der neuen Gesellschaft weit höher war, als bei seinem aktuellen Versicherer. Der Mandant erwog den Versicherer zu wechseln. Glücklicherweise wurde er kurz vorher skeptisch und bat mich, die Tarife zu vergleichen.

Abgesehen vom Verlust der Altersrückstellungen und  der nicht mehr vorhandenen Möglichkeit künftig  in den Standardtarif zu wechseln zu können, hatte der neue Tarif folgende Nachteile:

  • der Hilfsmittelkatalog des neuen Versicherers war sehr dürftig ausgestattet. Bei seinem alten Versicherer hat er einen offenen Hilfsmittelkatalog,
  • der Heilmittelkatalog seines aktuellen Versicheres war wesentlich unfangreicher. Im neuen Katalog hätten u.a. wichtige Leistungen wie: Ergotherapie, Podologie (medizinische Fußpflege bei Diabetes) gefehlt, die er im aktuellen Vertrag jedoch versichert hatte,
  • weitere Abstriche in den Bereichen Psychotherapie und Zahnbehandlung hätten gemacht werden müssen

Alles in Allem hätte es sich für diese 80,00 Euro nicht gelohnt, den Vertrag zu wechseln, was der Mandant dann nach der Beratung auch nicht tat.

Tipp: Schauen Sie bei einem Wechsel nicht nur auf den Geldbeutel sondern auch darauf, was Sie für Ihr Geld bekommen.

Ob sich ein Tarifwechsel für Sie lohnen könnte, können Sie vorab hier herausfinden.