Achtung: Alter Beitrag, der zu Informationszwecken erhalten bleibt. Eine Tarifwechselberatung wird von mir nicht mehr angeboten.

 

Häufiger werde ich von Interessenten gefragt, ob ich nicht – wie einige Anbieter dies auch machen – eine Beratung zum PKV Tarifwechsel auf Erfolgshonorarbasis anbieten könnte.

Zunächst einmal muss man sich fragen: Was ist überhaupt ein Erfolg? Beitragsreduzierung um jeden Preis? Oder eher die Gewissheit gut und richtig abgesichert zu sein und dafür einen moderaten (realistischen) Beitrag zu zahlen? Welchen Kompromiss kann und will der Versicherte überhaupt eingehen?

Fälle, wo eine Beitragsreduzierung ohne gleichzeitige Leistungseinbuße oder Erhöhung der Selbstbeteiligung möglich ist, sind sehr selten. In Einzelfällen kann dies vorkommen, wenn der Versicherte sich derzeit in einem Tarif befindet, der von einer Entmischung betroffen ist. In den meisten Fällen jedoch ist eine Beitragsreduzierung ohne die Instrumente „Erhöhung Selbstbehalt“ oder „Verzicht auf Leistung“ nicht möglich. Oft ist es so, dass der Mandant bei einem Tarifwechsel in Teilbereichen durchaus Mehrleistungen genießen kann, in anderen Teilbereichen jedoch auch Minderleistungen hinzunehmen sind.

Nun kann man natürlich hergehen und eine Minderleistung als „schön“ und „irrelevant“ verkaufen. Oder man kann hergehen und die Minderleistung so schildern, wie sie ist – nämlich ein Verzicht auf Leistungen mit Folgen für die künftige Erstattung.

Wenn als Erfolg definiert wird: „Wir versichern Sie günstiger und zwar ohne Erhöhung des Selbstbehaltes und ohne gravierende Leistungseinbußen“ dann müssen und sollten Sie sich als Verbraucher fragen, wie objektiv denn die Darstellung und Information zum Leistungsverzicht sein kann, wenn daran hängt, ob der Berater von Ihnen Geld bekommt oder eben auch nicht.

Wie objektiv kann der Berater sein, der die Wahl hat zwischen 0,00 € für seine Arbeit und einem Vielfachen dessen, was er Ihnen monatlich an Ersparnis bringen kann? Und ist es nicht wahrscheinlich, dass derjenige Ihren Fall gar nicht erst übernehmen würde, wenn er nicht recht sicher wäre, an Ihnen zu verdienen? Vergessen Sie bitte nicht, dass sich im Laufe der Jahre, die man sich mit Tarifwechseln befasst, durchaus Erfahrungswerte bilden.

Was wird Ihnen denn zum Zieltarif kommuniziert? Können Sie sicher sein, dass der Zieltarif nicht in wenigen Jahren beitragsmäßig so sehr explodiert, dass Sie zusammen mit dem Erfolgshonorar, das Sie zahlen mussten, schon in kurzer Zeit ein Verlustgeschäft gemacht haben? Hat Ihr Versicherungsmakler die Empfehlung abgegeben, sich an eine der Firmen zu wenden, die diesen Service auf Erfolgshonorarbasis arbeiten? Wissen Sie, dass der Versicherungsmakler dafür Geld bekommt? Geld, das Sie durch das Erfolgshonorar ebenfalls mitfinanzieren.

Bei einer Honorarabrechnung unabhängig vom Erfolg, tragen Sie natürlich das Risiko, dass Sie trotzdem weiter denselben Beitrag zahlen müssen.

Aber: Sie wissen unabhängig und objektiv über die Möglichkeiten den Beitrag zu reduzieren Bescheid.  Und Sie wissen unabhängig und objektiv welche negativen Konsequenzen sich aus einem Tarifwechsel möglicherweise für Sie in der Zukunft ergeben. Daneben findet bei mir auch immer eine Prüfung des aktuellen Tarifes hinsichtlich Schwachstellen statt, so dass Sie auch hier informiert sind, was Sie im Krankheitsfall erwarten können. Das sind viele und wertvolle Informationen für Sie. Informationen, die Sie auch vor einem bösen Erwachen im Akutfall bewahren können. Selbst wenn sich Ihr Beitrag jetzt also nicht reduzieren lässt, ist diese Investition dennoch eine sinnvolle Investition für Ihre Zukunft.

 

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