Die Versicherer behaupten häufig, dass keine externe Tarifwechselberatung erforderlich ist und die Beratung vollumfänglich durch die Gesellschaft selbst durchgeführt werden kann. In Einzelfällen mag dies auch zutreffen.
Der Regelfall ist dies jedoch leider nicht.

Versicherer sind mitunter recht kreativ, wie sie Tarifwechsel verhindern möchten.

Die  häufigsten  PKV-Tarifwechsel-Verfehlungen der Versicherer: (Reihenfolge gem. Anzahl der entsprechenden Mandate in meiner Kanzlei)

1. Interessante Tarife werden gar nicht erst angeboten,

2. Es werden Phantasie-Risikozuschläge erhoben, um den Zieltarif teurer zu machen als den Ursprungstarif,

3. Der Versicherte wird nicht auf die Möglichkeit des Mehrleistungsverzichts zur Abwendung des Risikozuschlags hingewiesen,

4. Die Gegenüberstellungen von aktuellem Tarif zum Zieltarif sind fragwürdig,

5. Der Versicherte wird aufgefordert merkwürdige Erklärungen zu unterschreiben,

6. Die Auflistung der Mehrleistungen ist fragwürdig,

7. Die Versicherer messen mit unterschiedlichen Maßstäben (bei einem Versicherten ist der Tarifwechsel ohne Risikoprüfung möglich, bei dem anderen nicht: wohlgemerkt: Selber Herkunfts- und Zieltarif),

8. Selbstbehalte werden nicht korrekt gegengerechnet,

9. Es erfolgt eine unzulässige Risikoprüfung,

10. Der Versicherer stellt sich tot und reagiert gar nicht

So lange die Versicherer zu fragwürdigen Methoden greifen, so lange ist die externe Tarifwechselberatung m.E. unabdingbar. Natürlich kostet eine solche Beratung Geld.
Hier muss jeder einzelne abwägen, ob er dem Versicherer vertraut und sich beratungstechnisch in seine Hände gibt oder ob er lieber externe und unabhängige Beratung, die ausschließlich seinen Interessen dient, einkaufen möchte.