Das OLG München hat am 01.03.2012 folgenden Leitsatz aufgestellt (Az. 14 U 2523/11)

„Die versehentliche bzw. unbewusste Aufnahme von Allergenen in einem Lebensmittel durch eine auf verschiedene Stoffe bekannterweise allergische Person und die dadurch ausgelöste allergische Reaktion des Körpers – hier Tod eines auf Nüsse allergischen Kindes nach dem Verzehr von Schokolade – stellt einen Unfall im Sinn der privaten Unfallversicherung dar.“

Eine bestehende allergische Reaktionsbereitschaft des Körpers auf bestimmte Lebensmittelstoffe ist keine (mitwirkende) Krankheit im Sinne der privaten Unfallversicherung.