In der Privaten Unfallversicherung haben Versicherer und Versicherungsnehmer das Recht, den Invaliditätsgrad jährlich bis zum Ablauf des 3. Unfalljahres neu bemessen zu lassen.

Das ergibt sich aus § 188 VVG und auch aus den Vertragsbedingungen, die in der Regel weiter gefasst sind als die Gesetzesvorgabe. In den Vertragsbedingungen der Versicherer ist z.B. zusätzlich oft noch folgendes geregelt:

„Ergibt die endgültige Bemessung eine höhere Invalidätsleistung als wir bereits erbracht haben, ist der Mehrbetrag mit 5% jährlich zu verzinsen.“

Tja, das „vergessen“ die Versicherer sehr gerne, wobei sie Rückforderungen seltsamerweise nie vergessen.

In einem aktuellen Fall hat der Versicherer knapp 3.500,00 € „vergessen“.

Wenn es bei Ihnen zu einer Nachzahlung bei Neubemessung kommt, sollten Sie also unbedingt prüfen, ob der Versicherer die Verzinsung berücksichtigt hat und falls nicht nachfordern.

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Categories: Unfallversicherung

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