Vielfach werden Unfälle gar nicht erst gemeldet, weil man sich auf den ersten Blick nur eine „kleine“ Verletzung zugezogen hat und „man ja dann noch kein Invalide“ ist.

Sicherlich sind Sie nach einem Bein- oder Armbruch eher nicht als Invalide (wie man sich diesen im Allgemeinen vorstellt) einzustufen. Dennoch ist es durchaus möglich, dass Sie einen Invaliditätsanspruch haben.

Den haben Sie grundsätzlich dann, wenn auf Grund eines Unfalles ein Dauerschaden verbleibt. Dieser kann sich „groß“ zeigen in Form von massiven Bewegungseinschränkungen bis hin zur Bewegungsunfähigkeit, Verlust einer Gliedmaße, etc. oder aber auch „klein“ in Form von nachvollziehbaren Schmerzen, objektivierten Taubheitsgefühlen, Narbenstörungen, kleineren Bewegungseinschränkungen, Belastungsproblematiken, etc.

Eine Fraktur (Knochenbruch) bei einem erwachsenen Menschen heilt selten komplett folgenlos aus. Von daher sollten Sie sich nicht zu schade sein, auch kleinere Einschränkungen zu melden und Ansprüche zu stellen, dafür zahlen Sie schließlich auch Ihre Unfallversicherung.

Mein Tipp: Lösen Sie sich von dem Bild des „klassischen Invaliden“ – wenn Sie nach einem Unfall dauerhaft Bescherden haben, dann haben Sie auch einen Invaliditätsanspruch an Ihre Unfallversicherung.

 

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