In letzter Zeit stelle ich vermehrt fest, dass es bei den Leistungsfällen zur Berufsunfähigkeitsversicherung nicht nur bei den Versicherungen hakt, sondern auch zunehmend bei den Ärzten.

Häufig reagieren Ärzte auf Anfragen der Versicherer nur sehr schleppend und erst nach mehrfacher Erinnerung. Damit verstoßen Ärzte häufig gegen die Berufsordnung.

Nun ist es aber immer etwas zweischneidig. Auf der einen Seite steht Ihr gutes Recht, so schnell wie möglich das ärztliche Gutachten zu erhalten. Auf der anderen Seite steht die Gefahr, den Gutachter vor Erstellung des Gutachtens massiv zu verärgern.

Die Versicherer mahnen mit stoischer Ruhe auch noch ein 4. oder 5. oder 6…. Mal.
Der Versicherungsnehmer erhält dann oft die Auskunft: „Wir können den Arzt nicht zwingen. Da müssen Sie schon…. “

Ein berufsunfähiger Mensch kämpft oft um seine Existenz. Ich sehe hier den Gesetzgeber in der Pflicht etwas zu tun und dafür Sorge zu tragen, dass die Versicherungsnehmer entlastet werden. Ich habe durchaus auch Verständnis für Ärzte, die Zeitnot haben. Dann aber sollen sie den Gutachtenauftrag vom Versicherer ablehnen. Werden behandelnde Ärzte befragt, geht es in der Regel um die Übersendung von Unterlagen oder aber um die Erstellung von Kurzberichten. Dieses Zeitfenster sollte der Arzt nach meiner Auffassung für seinen Patienten durchaus freimachen können und müssen.

Im Gerichtsverfahren wird dem Sachverständigen vom Gericht eine Frist gesetzt. Hält der Sachverständige diese nicht ein, so wird ein Ordnungsgeld festgesetzt, wenn auch die Nachfrist versäumt wird. Eine zusätzliche berufsrechtliche Ahnung wird vorbehalten und ggf. auch durchgeführt.

 

Foto: Pixabay von geralt

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Categories: Berufsunfähigkeit

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