Häufig ist eine Absicherung in der Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung nur gegen die Zahlung eines Risikozuschlages möglich.

Nach meiner Erfahrung gehen viele Verbraucher davon aus, dass dieser Risikozuschlag nun dauerhaft zu zahlen ist. Das ist in den meisten Fällen durchaus richtig.
Es gibt aber auch durchaus Fälle, wo nach einiger Zeit solche Risikozuschläge auch wieder entfallen können.

Die gesetzliche Grundlage für den möglichen Entfall eines vereinbarten Risikozuschlages ergibt sich aus § 41 VVG.

Dort heißt es:

"Ist wegen bestimmter gefahrerhöhender Umstände eine höhere Prämie vereinbart und sind diese Umstände nach Antragstellung des Versicherungsnehmers oder nach Vertragsschluss weggefallen oder bedeutungslos geworden, kann der Versicherungsnehmer verlangen, dass die Prämie ab Zugang des Verlangens beim Versicherer angemessen 
herabgesetzt wird. Dies gilt auch, wenn die Bemessung der höheren Prämie durch unrichtige, auf einem Irrtum des Versicherungsnehmers beruhende Angaben über einen solchen Umstand veranlasst worden ist."

Beschwerde- und Behandlungsfreiheit für einen gewissen Zeitraum heißt aber nicht automatisch, dass der Risikozuschlag auch wirklich entfallen kann.

Einige Erkrankungen deuten z.B. auf eine bestimmte körperliche Veranlagung des Versicherten hin, können nicht ausheilen, haben eine starke Rückfallquote oder führen zu Folgeerkrankungen (ggf. auch erst im späteren Verlauf), etc.

In solchen Fällen ist es schwer bis unmöglich, den Risikozuschlag wieder entfallen zu lassen. Auch dann, wenn man schon viele Jahre gar nicht mehr beim Arzt war und auch keinerlei Beschwerden hat.

 

Ich prüfe für Sie gerne, ob der Entfall eines Risikozuschlages realistisch durchsetzbar ist oder eher nicht.

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