Berufsunfähigkeitsrente beantragen – Arbeitgeberfragebogen


Nach meinen Berichten zu den Fragebögen für den Versicherungsnehmer und den Fragebögen für den Arzt, widme ich diesen Artikel nun den Fragebögen für den Arbeitgeber.

Expertentipp von Kanzlei Baumeister

Einige Versicherer verschicken „fast eine Tonne“ Papier für den Leistungsantrag und sie lassen sich immer mehr einfallen. Nun also auch einen separaten Fragebogen für den Arbeitgeber.

Ihr Arbeitgeber soll in einem mehrseitigen Formular bestimmte Fragen zu Ihrer Tätigkeit ausführen. Die Fragestellung überschneidet sich teilweise mit den Fragen aus dem Fragebogen an Sie. Hier lauert möglicherweise auch schon die erste Falle.

Der redliche und vertrauensvolle Versicherungsnehmer neigt nach meiner Erfahrung dazu, die Fragebögen so hinzunehmen, wie sie sind. Alle Lücken werden brav ausgefüllt und zwar genau in dem Umfang, wie der Platz es zulässt. Bei Ankreuzmöglichkeiten wird nur aus der vorgegebenen Auswahl gewählt ohne eigene Ideen einzubringen. Und das Arbeitgeberformular wird halt einfach übergeben. Schließlich informiert der Versicherer ja mehrseitig darüber, was alles passieren kann und wird, wenn man dieses oder jenes nicht oder nicht ausreichend erledigt.

Auch ein wohlwollender Arbeitgeber kann mit dem Ausfüllen des Formulars mehr Schaden anrichten als nutzen, denn auch der Arbeitgeber ist in der Regel kein Experte für Berufsunfähigkeitsleistungsfälle. Und über die Arbeitgeber, die sich insgeheim schon lange über Ihre langwierige Erkrankung ärgern, reden wir besser gar nicht erst.

Einfach so das Formular nicht ausfüllen zu lassen, ist leider keine Lösung. Der Versicherer wird sich dann (möglicherweise durchaus berechtigt) auf Ihre Mitwirkungspflichten berufen und keine Leistung erbringen.

Bei gutem / wohlwollenden Arbeitsverhältnis:

Der Bogen kann natürlich gerne ausgefüllt werden. Allerdings sollte er vom Arbeitgeber nicht ohne Ihre vorherige Sichtung/Prüfung/Abgleich mit Ihrem Fragebogen an den Versicherer weitergeleitet werden. Der Arbeitgeber sollte von Ihrer Erkrankung bereits wissen und auch von Ihren Plänen, den Leistungsantrag stellen zu wollen.

Bei zerrüttetem Arbeitsverhältnis oder wenn der Chef noch nichts weiß und wissen soll:

Gehen Sie hier nicht alleine vor, sondern holen sich sofort eine rechtliche Vertretung an die Seite. Das ist für diesen Fall unverzichtbar. Es muss nicht zwingend sein, dass diese Rechtsvertretung auch schon gegenüber dem Versicherer offen auftritt. Jedoch sollten Ihre Möglichkeiten besprochen werden und ggf. auch schon eine Strategie für die weitere Vorgehensweise besprochen werden.

Rechtsdienstleistung Versicherungsrecht
Ich helfe Ihnen gerne bei Ihrem Leistungsfall. Erhöhen Sie gemeinsam mit mir Ihre Chancen und treten mit mir in Kontakt.

 

 

Categories: Berufsunfähigkeit

2 Comments

Markus Rieksmeier · 3. Februar 2014 at 20:14

Arbeitgeber-Fragebogen wg. BU-Leistungsantrag?

Ich bin seit 31, 5 Jahren in dem Geschäft, aber von AG-Fragebogen wusste ich nichts.

Angela Baumeister · 3. Februar 2014 at 20:18

Man lernt halt nie aus 😉

Comments are closed.