In den nächsten Wochen werden bei vielen Versicherten wieder die unbeliebten Schreiben der PKV-Versicherer eintrudeln. Schreiben, die darüber informieren, dass der Beitrag zum 1.1.2016 angepasst werden muss.

1. Für welche Versicherten ist eine Beratung gegen Honorar in der Regel nicht oder wenig erfolgsversprechend?

  • Beamte (Ausnahmen mag es geben)
  • Versicherte in Spezialtarifen (z.B. Ärzte – Ausnahmen mag es geben)
  • Versicherte, die ihren Vertrag vor weniger als 5 Jahren abgeschlossen haben
  • Versicherte, die ihren Tarif vor weniger als 5 Jahren bereits gewechselt haben
  • Versicherte von Gesellschaften mit nur wenig sinnvollen Tarifwechselalternativen (z.B. Debeka, HUK)
  • Versicherte, die schon in einem leistungsschwachen Tarif und/oder in einem Tarif mit sehr hoher Selbstbeteiligung versichert sind
  • Versicherte, die schon einen recht geringen Monatsbeitrag zahlen und immer noch deutlich unter dem Höchstsatz der GKV liegen

2. Für welche Versicherten ist eine Beratung gegen Honorar in der Regel sehr erfolgsversprechend? (sofern sie nicht zusätzlich zu Gruppe 1 gehören)

  • Versicherte, die bei bestimmten Gesellschaften in Alttarifen versichert sind,
    (z.B DKV, Gothaer, Central, Münchener Verein)
  • Versicherte, die einen Monatsbeitrag von +700,00 € zahlen
  • Versicherte, die noch nie einen Tarifwechsel vollzogen haben und langjährig (+10 Jahre) versichert sind
  • Versicherte in Tarifen ohne Selbstbeteiligung
  • Versicherte, die bei bestimmten Gesellschaften mit sehr undurchsichtigem Tarifsystem versichert sind (z.B. Axa, Signal Iduna, Central)
  • Versicherte, die grundsätzlich mehr Wert auf Leistung legen und keine Fehler durch eine unüberdachte Beitragsreduzierung machen möchten (z.B. Continentale, Allianz)

Für die Tarifwechselberatung empfehle ich Ihnen lieber jemanden zu beauftragen, der ein Festhonorar von Ihnen verlangt. Es gibt sicherlich auch einige seriöse Anbieter, die auf Erfolgshonorarbasis arbeiten. Allerdings wissen Sie im Vorfeld eher nicht, ob Sie nun bei einem seriösen Anbieter oder einem „schwarzen Schaf“ gelandet sind. Die Gefahr bei der Beratung auf Erfolgshonorarbasis im Bereich PKV-Tarifwechsel liegt vor allem darin, dass Sie möglicherweise nicht ganz objektiv beraten werden könnten und die monetären Interessen des Anbieters im Vordergrund stehen. Beim Festhonorar haben Sie aber natürlich den Nachteil, dass Sie auf jeden Fall Geld investieren, egal, ob sich für Sie später eine sinnvolle Wechseloption ergibt oder nicht.