5 Tipps, um den perfekten Dienstleister zu finden (BU-Rente)

Die Gegenstandswerte für die BU-Leistungsanträge sind hoch. Das lockt naturgemäß auch das eine oder andere schwarze Schaf in diesen Bereich.

So schwer kann das ja nicht sein? Schnell Geld verdienen und mal eben einen Leistungsantrag ausfüllen? Kein Problem!

Doch! Es ist ein Problem. Denn die Leistungsanträge können nicht „mal eben“ ausgefüllt werden. Die Leistungsanträge sind auch nicht „mal eben“ anerkannt. Im Regelfall steigt der Versicherer in eine umfangreiche Prüfung ein. Wer diese Dienstleistung professionell anbieten möchte, der braucht

  • versicherungsrechtliches Fachwissen
  • versicherungsmedizinisches Fachwissen
  • Erfahrung – Erfahrung – Erfahrung

Während man sich die ersten zwei Punkte mit etwas Mühe und Grips gut aneignen kann, ergibt sich die Erfahrung halt aus dem Lebenslauf und/oder der bisherigen Arbeit.

Klar, jeder fängt einmal klein an. Jeder macht einmal den ersten Schritt. Aber möchten Sie – bei einem so wichtigen Thema – einem Newbie vertrauen? Versuchsobjekt sein?

Lesen Sie hier meine 5 Tipps, wie Sie einen seriösen und erfahrenen Dienstleister finden:

Tipp Nr. 1: Honorar

Professionelle Dienstleistungen sind nicht auf dem Schnäppchenmarkt zu haben. Jeder, der eine besondere Expertise mitbringt, kennt den Wert seiner Arbeit. Jeder, der schon mehrere Leistungsfälle bearbeitet hat, weiß, dass das sofortige Anerkenntnis zwar vorkommt, aber doch recht selten ist. Im Regelfall schließt sich dem Leistungsantrag (der gut vorbereitet sein sollte) eine umfangreiche Prüfung an.

Man kann solche Fälle natürlich auch „so oder so“ bearbeiten. Pauschal eine umfassende Schweigepflichtentbindung zu erteilen, geht natürlich schneller als auf die Einzelfallentbindung zu bestehen. Stur die Fragen des Versicherers auf dem Formular zu beantworten und alles einreichen, was gewünscht, geht natürlich auch schneller als für jeden Fall explizit zu gucken: „Wo gibt es Widersprüche in der Akte?“

Durchschnittlich braucht es für einen 08/15 Leistungsfall ca. 6 Monate, für etwas umfangreichere ca. 8-12 Monate. Ausreißer sind auch mal 18 Monate und länger in Bearbeitung. Dies recht engmaschig (besonders in der heißen Phase der Antragsstellung und bei Begutachtungen).

Stellen Sie ruhig Honoraranfragen an unterschiedliche Dienstleister. Die vernünftigen und seriösen mit entsprechender Erfahrung sollten sich alle in etwa in einer Kategorie einpendeln. Hier ist gesunde Skepsis angesagt, wenn sich jemand „zu billig“ anbietet.

Zu mir: Ich mag nicht auf Masse arbeiten und weiß, was ich kann. Als einer der wenigen Dienstleister in diesem Bereich kenne ich Leistungsregulierungen auch von der anderen Seite des Tisches aus – dadurch habe ich quasi (mit einigen wenigen anderen Kollegen) ein Alleinstellungsmerkmal. Dass ich auf dieser Basis kein Preisdumping betreibe, ist vermutlich klar. Wenn Sie also bei mir und bei anderen Dienstleistern Angebote einhole, wird mutmaßlich nicht mein niedriger Preis ausschlaggebendes Kriterium sein, wenn Sie mich wählen.

Fragen Sie daher vielleicht nicht mich, warum ich „so teuer“ bin, sondern eher den Billiganbieter, wie er Sie denn gut, engmaschig und mit Expertise und über mehrere Monate zu einem Stundensatz von unter 100,00 Euro brutto beraten kann? Irgendwo werden Sie vermutlich Abstriche machen müssen. Es macht auch einen Unterschied, ob Sie mit einem Billigflieger oder FirstClass in den Urlaub fliegen. Nicht, dass man mit Billigfliegern nicht gut nach Rom oder London fliegen kann, wo man 2-3 Tage bleiben will. Aber einen mehrwöchigen Aufenthalt mit Langstreckenanflug würde man eher nicht mit Gepäckbegrenzung, wenig Beinfreiheit und ohne Essen auskommen wollen.

Tipp Nr. 2: Werdegang

Befassen Sie sich mit dem Werdegang des Dienstleisters. Was befähigt ihn dazu, genau diese Dienstleistung anzubieten? Welche Ausbildung liegt vor? Welche beruflichen Stationen wurden durchlaufen?

Zu mir: Ich bin seit 1990 in der Versicherungsbranche tätig. Vor meiner Selbständigkeit im Jahre 2009 ausschließlich im Innendienst einer großen Versicherungsgesellschaft. Dort war ich ausschließlich in versicherungsrechtlichen Abteilungen tätig (Rechtsabteilung und Leistungsabteilung).  Durch mein berufsbegleitendes Studium (BWV) bin ich ausgebildete Versicherungsfachwirtin. Seit nun fast 8 Jahren in eigener Kanzlei tätig mit Tätigkeitsschwerpunkten Leistungsfälle Berufsunfähigkeit und Unfall.

Tipp Nr. 3: Belege für den Erfolg

Erzählen kann man viel, wenn der Tag lang ist. Wo sind die Fakten? Kann der Dienstleister seine Erfahrungen und Erfolge irgendwie belegen? Oder erzählt er nur „schön“?

Zu mir: Ich denke, dass ich seit 2009 schon fast jeden Versicherer mal „in der Mangel“ hatte. Mit manchen Versicherern habe ich sehr häufig zu tun (z.B. Allianz, ERGO, Alte Leipziger) mit manchen eher seltener (z.B. Cosmos Direkt, Dialog, Heidelberger Leben). Schlussendlich ist es aber auch nicht wichtig, welche Versicherer genau schon bearbeitet wurden. Wichtig ist, dass es überhaupt Fälle gibt, die bearbeitet wurden. Darauf können Sie sich leider nicht pauschal verlassen.

Hier eine kleine Auswahl von Leistungsanerkenntnissen, die durch mich erwirkt wurden:

Leistungsanerkenntnisse Berufsunfähigkeit Auswahl Kanzlei Baumeister

Tipp Nr. 4: Zeit für Sie?

Die Frage lässt sich leider nur ganz schlecht beantworten, weil jeder Fall einzigartig ist. Deshalb kann pauschal kaum gesagt werden, wieviel Zeit man sich für jedes Mandat konkret nimmt. Was man aber erfragen kann sind: Wie sind die Reaktionszeiten? Wie lange müssen Sie auf Rückrufe warten? Wie schnell bekommen Sie Termine?

Zu mir: Bei mir wird jeder Mandant bevorzugt behandelt. Sie sind quasi der „Privatpatient“, d.h. die zeitnahe und individuelle Bearbeitung Ihres Falles hat absolute Priorität in meiner Kanzlei. Um diesen Qualitätsanspruch zu sichern, nehme ich nur eine begrenzte Anzahl von Mandaten an.

Tipp Nr. 5: Bauchgefühl / Chemie

Zwischen Dienstleister und Mandant ist ein gewisses Vertrauensverhältnis nötig. Der Dienstleister erfährt fast alles von Ihnen (Einkommen, Gesundheitshistorie und Ihre Sorgen/Nöte). Wenn Sie jemanden nicht mögen, wird es schwer sein, solche sensiblen Daten zu offenbaren. Verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl.

Zu mir: Auch von meiner Seite aus, muss die Chemie stimmen, denn ich übe meine Tätigkeit auch gerne mit Freude aus. Da ich meine Mandanten sorgfältig auswähle und hierbei auch auf mein Bauchgefühl achte, habe ich zu meinen Mandanten immer ein recht lockeres und freundliches Verhältnis. Ich denke, dass man bei einem ersten Telefonat schon ganz gut feststellen kann, ob die Chemie grundsätzlich stimmt oder eher nicht.

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