15.12.11 (Unfallversicherung)
Häufig lehnen Versicherer bei Erreichen eines bestimmten Promillewertes die Leistungspflicht pauschal ab. Der Versicherer muss das Vorliegen einer alkoholbedingten Bewusstseinsstörung beweisen. Das fällt ihm naturgemäß leichter, wenn eine Blutprobe entnommen wurde und ein entsprechend hoher Promillewert ermittelt wurde. So auch in einem kürzlich abgeschlossenen Mandat.
Der Mandant übergab den Vorgang seinem Anwalt. Dieser schloss sich der [...]
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11.08.11 (Unfallversicherung, Versicherungsrecht)
Der BGH hat entschieden:
Leitsatz des Gerichts:
“Verletzt sich der Versicherungsnehmer einer Unfallversicherung bei einem Sturz dadurch, dass er auf den Boden prallt, liegt darin ein von außen auf seinen Körper wirkendes Ereignis. Insoweit ist nur das Geschehen in den Blick zu nehmen, das die Gesundheitsschädigung unmittelbar herbeiführt”
Ursprünglich wurde das Verfahren vor dem OLG Celle (8 U [...]
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19.05.11 (Unfallversicherung, Versicherungsrecht)
Leitsatz des Gerichts:
“Der in der Unfallversicherung enthaltene Ausschlusstatbestand, wonach Gesundheitsschädigungen durch krankhafte Störungen infolge psychischer Reaktionen nicht versichert sind, gilt zwar nicht für organische Schädigungen, die ihrerseits zu einem psychischen Leiden führen. Deshalb sind krankhafte Störungen, die eine organische Ursache haben, nicht vom Versicherungsschutz ausgeschlossen, auch wenn im Einzelfall das Ausmaß, in dem sich die [...]
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05.05.11 (Unfallversicherung)
Den Beschluss des OLG Hamm vom 11.2.2011 nehme ich zum Anlass, hier über den erweiterten Unfallbegriff zu informieren.
Die Definition des Unfallbegriffes gliedert sich sozusagen in zwei Bereiche. Den ersten Teil der Definition finden Sie in meinem Artikel über die Einwirkung von außen.
Der zweite Teil betrifft die sogenannte Unfallfiktion, also ein für den Unfall gleichgestelltes Ereignis. [...]
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05.05.11 (Unfallversicherung, Versicherungsrecht)
OLG Hamm, Beschluss vom 11.2.2011 – 20 U 151/10, 1. Instanz: LG Hagen
Leitsatz:
1. Die Beurteilung, ob eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen oder Wirbelsäule vorliegt, die unter den erweiterten Unfallbegriff von Nr. 1.4.1. der AUB 2002 fällt, bestimmt sich nach den persönlichen Verhältnissen des Versicherten.
2. Wenn ein Taxifahrer einen etwa 20 kg schweren Koffer aus dem [...]
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28.04.11 (Unfallversicherung)
Damit Sie Leistungen aus Ihrer privaten Unfallversicherung erhalten können, ist die Voraussetzung, dass überhaupt ein Unfall vorgelegen hat.
Die Definition des Unfallbegriffes lautet üblicherweise:
“Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.” (den zweiten Teil der Unfalldefinition finden Sie im Artikel zur erhöhten [...]
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28.04.11 (Unfallversicherung)
Bedingungsgemäß wird für Bandscheibenschäden, die nicht überwiegend durch eine äußere Gewalteinwirkung verursacht wurden, in der Privaten Unfallversicherung keine Leistung fällig.
Der Ausschluss lautet in der Regel wie folgt:
“Kein Versicherungsschutz besteht für folgende Unfälle: Schäden an Bandscheiben sowie Blutungen aus inneren Organen und Gehirnblutungen. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn ein unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis nach Ziffer 1.3 [...]
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11.02.11 (Unfallversicherung)
Bedingungsgemäß (AUB 2008/99) heißt es: “Kein Versicherungsschutz besteht für folgende Unfälle: Unfälle der versicherten Person durch Geistes- oder Bewusstseinsstörungen, auch soweit diese auf Trunkenheit beruhen, sowie durch Schlaganfälle, epileptische Anfälle oder andere Krampfanfälle, die den Körper der versicherten Person ergreifen. Versicherungsschutz besteht jedoch, wenn diese Störungen oder Anfälle durch einen unter diesen Vertrag fallendes Unfallereignis [...]
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21.12.10 (Unfallversicherung)
Nicht immer ist bei einem Unfall eine Gliedmaße oder ein in der Gliedertaxe benanntes Körperteil oder Organ betroffen. Für Gesundheitsschädigungen, die andere Körperteile oder Sinnesorgane betreffen als die aufgezählten, gilt daher die Gliedertaxe nicht.
Dies können z.B. sein: Kopf, Wirbelsäule, Brustkorb, innere Organe, etc.
Die Bedingungen der einzelnen Versicherer unterscheiden sich diesbezüglich aber auch. So gibt es [...]
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21.12.10 (Unfallversicherung)
Vielfach werden Unfälle gar nicht erst gemeldet, weil man sich auf den ersten Blick nur eine “kleine” Verletzung zugezogen hat und “man ja dann noch kein Invalide” ist.
Sicherlich sind Sie nach einem Bein- oder Armbruch eher nicht als Invalide (wie man sich diesen im Allgemeinen vorstellt) einzustufen. Dennoch ist es durchaus möglich, dass Sie einen [...]
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19.12.10 (Unfallversicherung)
Die Neutral-Null-Methode ist ein gängiges Verfahren, um Bewegungseinschränkungen nachvollziehbar darzustellen. Sie ist wichtig für die nachvollziehbare Messung Ihres Invaliditätsgrades.
Hierbei werden die Endstellungen der Gelenkbeweglichkeit gemessen. Die Ausgangsstellung ist die normale aufrechte Stellung des Menschens, das ist die sog. Nullstellung. Von dieser Nullstellung aus werden dann die Bewegungsausschläge der Gelenke gemessen. Zuerst der maximal körperferne Bewegungsausschlag, [...]
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19.12.10 (Unfallversicherung)
Wenn Sie diesen Verdacht in Ihrem Gutachten finden, dann ist das sehr ungünstig für Sie. Hiermit wird Ihre ganze Glaubwürdigkeit in Frage gestellt.
Grundsätzlich haben Versicherer von einem redlichen Versicherungsnehmer auszugehen und ihm und seinem Vortrag Glauben zu schenken. So ein Verdacht zieht also das Misstrauen des Versicherers nach sich. Schreibt der Arzt “Verdacht auf Aggravation” [...]
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19.12.10 (Unfallversicherung)
In Ihrem Vertrag haben Sie eine Grundsumme versichert. In meinem Beispiel sind es 100.000 €
Daneben gibt es in Ihrem Vertrag eine Gliedertaxe. Hier ist festgelegt wieviel jedes Körperteil bei völligem Verlust oder völliger Funktionseinschränkung Wert ist. Es gibt mittlerweile viele Gesellschaften, die eine erweiterte Gliedertaxe anbieten. Die einzelnen Körperteile werden dort höher bewertet als in [...]
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19.12.10 (Unfallversicherung)
Das ist eine häufige Frage in meiner Kanzlei.
Wie lange darf so ein Gutachten überhaupt dauern?
Leider gibt es hierfür keine vorgegebene Frist. Wenn der Versicherer das Gutachten in Auftrag gibt, dann liegt es am Arzt / Gutachter, wann er dieses erstellt. Falls eine Nachuntersuchung vorgesehen ist, dann bestellt der Arzt Sie zunächst ein. Nach der Untersuchung [...]
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19.12.10 (Unfallversicherung)
Ihr Unfallversicherer hat Ihnen eine Abfindungserklärung für Ihre Invaliditätsentschädigung zur Unterschrift vorgelegt?
Unterschreiben Sie bitte nicht voreilig. Und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Die Abfindungserklärung ist rechtlich bindend und unwiderrufbar. Auch bei Verschlechterung Ihres unfallbedingten Gesundheitszustandes haben Sie keine Chance im Nachhinein eine höhere Leistung zu bekommen.
In einigen Fällen macht die Regulierung gegen Abfindungserklärung durchaus [...]
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31.10.10 (Unfallversicherung)
Beratungsablauf bei Rechtsberatung und Leistungsvertretung in der Privaten Unfallversicherung:
Zu Beginn der Beratung steht immer die Prüfung Ihres Anspruches. Der Beratungsaufwand hängt im Wesentlichen davon ab, wie umfangreich die zu prüfenden Unterlagen sind.
Für die erste Prüfung Ihrer Unterlagen arbeite ich in der Regel mit Pauschalhonoraren. Sprechen Sie mich gerne unverbindlich an, damit ich Ihnen [...]
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14.06.10 (Unfallversicherung)
Nach meinen Erfahrungen laufen die Regulierungen zu Schadenfällen in der Privaten Unfallversicherung oft schief und sehr zur Unzufriedenheit der Versicherungsnehmer.
Ich unterstelle allen Parteien erst einmal Wohlwollen und keine böse Absicht. Dennoch gibt es gerade in diesem Schaden-Bereich manchmal einfach zu viele Menschen, die an einer “Baustelle” werkeln, dass es oft fast zwangsläufig zu Missverständnissen, Fehlinterpretationen [...]
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13.06.10 (Unfallversicherung)
So fängt ein sehr beliebter Satz in ärztlichen Gutachten sehr häufig an. Enden wird dieser Satz in den meisten Fällen wie folgt: … heilen derartige Verletzungen folgenlos aus.
Im Allgemeinen sicherlich. Und in Ihrem, individuell zu betrachtenden Fall?
Sicherlich lässt sich auf Grund von Erfahrungswerten eine überwiegend zutreffende Aussage tätigen. Und in vielen Fällen trifft dieses auch [...]
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12.06.10 (Unfallversicherung)
Hat Ihr Unfall Dauerfolgen hinterlassen?
Dann gibt es für Sie einige Dinge zu beachten. Hierbei müssen Sie insbesondere Form und Fristen wahren.
Auch kleinere Beeinträchtigungen sollten Sie nicht einfach so hinnehmen. Ein Invaliditätskapital erhalten zu können, heißt nicht (schwer)behindert zu sein. Selbst bei leichten Einschränkungen, Wetterfühligkeit, Taubheitsgefühl, Narbenschmerzen, kann schon ein Anspruch bestehen. Lesen Sie hierzu bitte [...]
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12.06.10 (Unfallversicherung)
1. Suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf. Unverzüglich heißt: Noch am Unfalltag oder spätestens am Folgetag. Gehen Sie erst Tage oder Wochen später zum Arzt, ergeben sich für Sie u.U. später Beweisschwierigkeiten.
2. Melden Sie den Unfall vorab telefonisch Ihrem Versicherungsunternehmen oder dem Vertragsvermittler und fordern Sie das Formular zur Unfallschadenmeldung dort an.
3. Füllen Sie das [...]
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