Angela Baumeister – Versicherungsberater in Kaarst

PKV billig – für 59 Euro im Monat = Spam

05.10.11 (Krankenversicherung)

Mails, wie diese:

erreichen mich bald täglich. Dass auch ausgerechnet ich für diesen Spam-Verteiler ausgesucht wurde, die sehr sicher nicht auf diesen Schrott reinfällt, zeigt, dass hier wahllos Leute angeschrieben werden.

Abgesehen davon, dass alleine der Text der Mail davon zeugt, dass der Verfasser Nullkommanull Ahnung von PKV und/oder Krankenversicherung im Allgemeinen hat, führt der Link (den  habe ich vorsorglich geschwärzt, nicht dass doch jemand klickt und seine Adresse eingibt) zu einer ominösen Seite. Impressum? Fehlanzeige! Informationen? Nicht wirklich.

Ich habe es mir nun “angetan” und mich auf der Seite registriert und meine Adressdaten eingegeben, um einen ganz tollen super *ironieoff* PKV-Vergleich zu bekommen. Bei der letzten Spam-Mail habe ich schon an die auf der Webseite hinterlegte Mailadresse geschrieben , dass ich mich künftig bei jeder Spam-Mail eintragen werde. Bin gespannt, welcher Spaßvogel sich nun hier meldet. Ich werde berichten.

Ach ja: Wenn ein seriöser Versicherungsvermittler und Mitleser gerade auf Leadsuche ist: Beachten Sie bitte meinen Datensatz nicht. *schmunzel*

Stand: 14.10.2011:

Zwei Tage nach meiner Adresseingabe meldete sich ein Versicherungsmakler aus der Region bei mir. Allerdings war diesem bei Sichtung meiner Mailadresse schon irgendwie klar, dass ich nicht wirklich eine Interessentin sein könnte. Dennoch meldete er sich bei mir und wir tauschten uns aus. Der Makler wusste nicht, dass der Leadverkäufer auf diese unseriöse Art Adressen verkauft; vermutet allerdings dass sein Leadverkäufer ebenfalls auf einen unseriösen Adresslieferanten herein gefallen sein könnte. Gelernt habe ich dabei, dass die Makler nicht zwingend Datensätze gezielt auswählen können, sondern nur eine bestimmte Anzahl von Datensätzen kaufen. Zugeordnet wird regional vom Adressverkäufer selbst. Gäbe ich jetzt erneut meine Adresse ein, könnte es gut sein, dass man Datensatz wieder an denselben Makler geht oder aber auch an einen anderen Makler aus der Region. Gerade zum Jahresende gibt es viele Wechselwillige, die von der GKV in die PKV wollen. Da ist es verständlich, dass die Vermittler gezielt diese Interessenten suchen wollen und auch viele Datensätze anfordern. Da es aber offenbar mehr Datensatzanfragen gibt, als wirkliche Interessenten, wird hier wohl mit solch unsauberen Mitteln von Seiten der Adressverkäufer gearbeitet. Leuchtet mir ein. Der Makler hat glücklicherweise seinen Lead erstattet bekommen und wir hatten ein nettes, informatives Gespräch.

Am 8.10.2011 erhielt ich dann vom Spamer diese Mail:

Was maßen die sich an, von “unserem” Vergleich zu sprechen? Die haben mit dem Vergleich – den ich natürlich auch gar nicht habe – nichts zu tun.

Mir ist die Firma bekannt, die dem Makler den Lead verkauft hat. Ich habe Lead-Nummer und Adresse des Leadverkäufers – der sich im Internet im Übrigen auch als Anbieter von Versicherungsvergleichen präsentiert. Wenigstens enthält diese Seite ein Impressum und diesem kann ich entnehmen, dass die Seite von einem Versicherungsmakler betrieben wird. Ich werde – zum jetzigen Zeitpunkt, wo noch nicht klar ist, ob diese Firma nicht ihrerseits auch “reingefallen” ist  - die Firma noch nicht benennen. In Kürze, wenn ich arbeitstechnisch etwas Luft habe, werde ich mich mit der Firma in Verbindung setzen und eine Stellungnahme abfordern. Und dann natürlich weiter berichten.

Stand 11.12.2011: Liebe Leute, ich hatte viel zu tun und bin bislang nicht dazu gekommen, den Vorgang weiter zu verfolgen. Jetzt aber: Ich habe die Firma heute mit der Bitte um Stellungnahme angeschrieben. Die Adressdaten und auch die Daten des Versicherungsmaklers habe ich geschwärzt. Noch weiß ich ja nicht, ob diese Firma der tatsächliche “Bösewicht” in diesem Fall ist. Ich bin gespannt, wann und welche Reaktion erfolgt und werde natürlich hier entsprechend informieren.

Stand 03.01.2012: Keine Antwort ist wohl auch eine Antwort? Ich gehe daher davon aus, dass ich in diesem Fall den Übeltäter schon direkt erwischt habe. Ein seriöses Unternehmen wäre an dieser Stelle wohl ebenfalls an einer Aufklärung interessiert. Da per Fax versandt wurde und die Übertragung fehlerfrei war, gehe ich auch von einer ordnungsgemäßen Zustellung aus. Und hier auch mal wieder der Hinweis: Nicht alles, was im Internet glänzt, ist auch wirklich aus gold. Die entsprechende Firma präsentiert sich sehr professionell im Internet und wirkt auf den ersten Blick auch sehr seriös. Der Schein trügt aber offenbar. Natürlich möchte ich niemandem Unrecht tun – vielleicht fehlt auch einfach die Zeit für eine Antwort (Ausrede such). Deshalb suche ich Versicherungsmakler, die in letzter Zeit schlechte Erfahrungen mit dem Ankauf von Leads gemacht haben, zum Abgleich der Firma. Sollte es sich manifestieren, dass diese Firma tatsächlich mit unlauteren Mitteln arbeitet, werde ich über weitere Maßnahmen nachdenken.

Wer als Versicherungsmakler mit Erfahrungsberichten dienen kann, meldet sich bitte bei mir unter: versicherungsberaterin@arcor.de oder telefonisch unter 02131-7421640.

© Angela Baumeister
Versicherungsberaterin / Versicherungsfachwirtin
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